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Jakobsweg Region Vogelsberg - Die Jakobuskapelle in Malkes

von Rüdiger Schneider (Text/Fotos)

 

 

Jacobus Maior bei den 14 Nothelfern

Altar, 14 Nothelfer

Es ist gewiss eine der schönsten Strecken im Netz deutscher Jakobswege – die Pilgerroute von Fulda durch die Region Vogelsberg. Faszinierende Panoramen, weite Ausblicke über das Land, dichte Wälder, malerische Dörfer, ungestörte Wege und Pfade, die gut markiert sind. Und dann eben auch Orte mit ausgeprägter jakobäischer Tradition. Ein weiterer neben Herbstein ist das Dorf Malkes mit seiner Jakobuskapelle von 1578. Malkes liegt etwa 10 Kilometer westlich von Fulda, am Übergang von der Rhön in die Region Vogelsberg. Von Malkes führt der Weg auf der Antsanvia, einem mittelalterlichen Höhenweg von Mainz nach Eisenach, zur Schnepfenkapelle und zum ersten Etappenziel Kleinheiligkreuz. Über den gesamten Weg von Fulda bis nach Hungen, also mitten durch die Region Hoher Vogelsberg, wird noch ausführlicher zu berichten sein. Doch zunächst zu Malkes, einem Pilgerkleinod am Wege. Die Kirche ist in der Regel geöffnet. Wenn nicht, ist an der Pforte angegeben, wo man den Schlüssel für eine Besichtigung erhalten kann.
 

Jakobuskapelle, Malkes

Jakobuskapelle, Malkes

Jacobus Maior begegnet uns in der Kapelle gleich zweimal. Als frühbarocke Skulptur an der Altarseite und dann, eine Rarität, bei den 14 Nothelfern. Die Jakobuskapelle ist eine der wenigen erhaltenen Kirchen des Fuldaer Landes aus dem späten Mittelalter. Jährlich finden hier mehrere Wallfahrten statt.
 

Jacobus Maior im Pilgerornat

Altar mit Jacobus Maior

Malkes liegt nicht nur am Jakobsweg, sondern auch am Bonifatiusweg, woran auf dem Weg hoch zur Schnepfenkapelle ein Bonifatiusbildstock erinnert. Jakobsweg und Bonifatiusweg laufen von Fulda aus bis nach Blankenau gemeinsam, treffen sich dann wieder für eine kurze Strecke vor dem Hoherodskopf. Dem Ort Malkes mit seiner spätmittelalterlichen Jakobuskirche wurde 2002 als dem schönsten Dorf Hessens (Gewinner des Wettbewerbs 2001) in Berlin Gold verliehen.
 

Antsanvia (hoch zur Schnepfenkapelle)

Schnepfenkapelle


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Bonn, März 2012